20.06.2023 – Kategorie: Aus den Unternehmen

Siemens Healthineers und Wingcopter entwickeln integrierte Drohnenlösung für die Lieferung von Laborproben und medizinischen Gütern in Afrika

Quelle: Wingcopter

Siemens Healthineers arbeitet mit dem deutschen Drohnenhersteller und Anbieter von Drohnenlieferservices Wingcopter zusammen, um eine integrierte Lösung für Gesundheitseinrichtungen in ganz Afrika zu testen. 2-Wege-Liefersystem für den Transport von Blutproben, Impfstoffen und Arzneimitteln, um die Analyse von Proben zu erleichtern, die Diagnose zu beschleunigen und eine schnellere Behandlung für die ländliche Bevölkerung zu ermöglichen.

Siemens Healthineers Middle East, Southern & Eastern Africa und die Wingcopter GmbH haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet. Es geht dabei darum, eine integrierte Drohnenlösung für den Transport verschiedener labordiagnostischer Materialien und anderer medizinischer Güter in Afrika zu entwickeln und einzuführen. Die Kombination der Labordiagnostik-Kapazitäten von Siemens Healthineers mit den drohnenbasierten Lieferlösungen von Wingcopter soll eine bessere Diagnostik und schnellere Behandlungen ermöglichen. Dabei wird die neueste digitale Technologie von Siemens Healthineers und Wingcopter zum Einsatz kommen. Sie reicht von hochautomatisierten Lieferungen per Drohne bis hin zu Laborinformationssystemen, die die Ergebnisse genau erfassen und direkt an die Patienten übermitteln.

„Siemens Healthineers setzt sich dafür ein, dass alle Menschen Zugang zur Gesundheitsversorgung erhalten. Unsere Partnerschaft mit Wingcopter soll die bestehenden Lücken in der Infrastruktur des Gesundheitswesens schließen. Und sie soll einen gerechten und erschwinglichen Zugang zu diagnostischen Tests und medizinischen Produkten ermöglichen.“

Ole Maloy, Managing Director von Siemens Healthineers Middle East, Southern & Eastern Africa

Bessere Diagnostik und schnellere Behandlungen durch integrierte Drohnenlösungen

Der Einsatz von Wingcopter-Drohnen wird eine schnelle und automatisierte Lieferung von Proben, Medikamenten und anderen medizinischen Produkten von und zu den Diagnoselaboren von Siemens Healthineers ermöglichen. Die elektrischen Drohnen werden von Wingcopter betrieben. Sie decken eine Reichweite von 75 Kilometern ab, ohne die Kühlkette zu unterbrechen. Diese nachhaltigen und effizienten Drohnen-Liefernetzwerke ermöglichen die Zentralisierung von Laboruntersuchungen und die einfachere Verteilung von medizinischen Verbrauchsmaterialien. Das trägt zu einem verbesserten Zugang zu Diagnostik, schnelleren Diagnosen, höherer Effizienz und geringeren Kosten bei.

Tom Plümmer, CEO und Mitgründer von Wingcopter, kommentiert: „Wir sind überzeugt, dass wir den perfekten Partner für unsere ehrgeizigen Pläne gefunden haben. Gemeinsam können wir das Leben von Millionen von Menschen auf dem afrikanischen Kontinent und darüber hinaus verbessern und retten. Die Partnerschaft mit Siemens Healthineers bringt uns dem Ziel, auf das wir unermüdlich hinarbeiten, einen großen Schritt näher: Durch schnelle, zuverlässige und nachhaltige Drohnen-Liefernetzwerke weltweit eine echte gesellschaftliche Wirkung für diejenigen zu erzielen, die am meisten Hilfe brauchen.“

Laut einem Bericht der Weltbank und der WHO hat etwa die Hälfte der Weltbevölkerung immer noch keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsleistungen wie z. B. einer rechtzeitigen Diagnose. Die Lösung von Siemens Healthineers und Wingcopter wird nicht nur den Zugang zu diagnostischen Tests verbessern. Sondern sie wird sich auch positiv auf die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) auswirken. Das reicht vom Zugang zu Gesundheitsversorgung über die potenzielle Verringerung des CO2-Fußabdrucks und des Risikos von Verkehrsunfällen bis hin zum Aufbau von Kompetenzen für den Drohnenbetrieb. Wingcopter beabsichtigt, junge Menschen vor Ort aus- und weiterzubilden. Damit werden Arbeitsplätze und Perspektiven in der schnell wachsenden Drohnenbranche geschaffen. Dabei will Wingcopter dem Ansatz des Unternehmens in Malawi folgen, wo der Betrieb von einer ausschließlich einheimischen, mehrheitlich weiblichen Crew geführt wird.


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